Donnerstag, 21. November 2013

Take A Walk On The Wild Side.

Ich bin ein richtiger Glückspilz. Immer werde ich genau dann krank, wenn ich es am wenigsten gebrauchen kann. Wenn sich dreizehn Arbeits-/Uni-/Fortbildungstage mit einem freien Sonntag abwechseln, musste das ja passieren. Die letzten Tage habe ich das Haus nur dann verlassen, wenn es wirklich notwendig war. Böh!
Aber zurück zu anderen Dingen. Momentan miste ich bei meinen Eltern etwas aus. Im Laufe der hat sich dort einiges angesammelt, manches davon trage ich immer noch gern, manches staubt einfach nur ein. Immer dann, wenn mir ein Teil mit Leopardenmuster entgegenfällt, muss ich schmunzeln. Mit 15, 16 Jahren hat sich bei mir da irgendwie eine kleine Schwäche entwickelt, die mich auch Jahre später noch danach schielen lässt. Das ist ja aber auch gar nichts Schlimmes, denn schließlich sind "Animal Prints" ja wieder voll tragbar diesen Herbst. Für die alten Plimsoles von H&M, von denen ich ein Paar bereits totgeliebt habe, ist es aber wohl zu kalt mittlerweile. Der wunderbare Leo-Mantel, den die Gerry auf Mels Junggesellinnenabschlied getragen, aber immer noch nicht auf ihrem Blog präsentiert hat, wäre da wohl die geeignetere Wahl, würde ich mich darin nicht verkleidet fühlen. Aber auch bei Bloggerinnen wie Karina oder Lina sieht man, dass eine gewisse Beliebtheit da nicht von der Hand zu weisen ist. Vielleicht sollte ich mir bei Gelegenheit mal herbsttauglichere Stücke anschaffen. Sofern es demnächst Gold regnet, würde ich tatsächlich mit den Vans Authentic liebäugeln, die im Leo-Look daherkommen. Hmm, mal sehen.

Bis dahin kuschele ich mich einfach in meine Zebra-Kuscheldecke. Gute Nacht!

Dienstag, 12. November 2013

"I’m not messy, I’m busy."

Während man im Sommer unzählige Gelegenheiten zu haben scheint, Sonnenuntergänge anzuschauen, am Kanal zu sitzen oder am Aasee zu grillen, setzen spätestens im November dann doch die alljährlichen Herbstdepressionen ein. Es ist kalt, aber halt irgendwie nicht winterlich kalt, es ist überdurchschnittlich windig (wirklich!) und weil das nicht schon genug ist, regnet es auch noch den ganzen Tag. Wäre ich ein Igel, hätte ich mich wohl schon längt vollgefressen und würde Winterschlaf halten. (Bitte erst im März wecken, danke!) Da das aber ein Ding der Unmöglichkeit ist, versuche ich dem möglichst nahe zu kommen – zumindest erweckt es nach außen hin wohl den Eindruck. Mit Fleeceschlafsack und flauschigen Pantoffeln verkrümele ich mich ins Bett, gönne mir eine heiße Schokolade und zwei bis drei Kilogramm Marzipan, während ich wahlweise ganze Serienstaffeln am Stück oder Filme schaue. Als ich hier über meinen Besuch bei der Berlinale 2013 berichtete, brachte ich meine Begeisterung für Frances Ha (USA 2012) ja bereits zum Ausdruck. Da ich das Bloggen in meiner Berlin-Endphase auch etwas habe schleifen lassen, habe ich natürlich verpasst, diesen Post zum deutschen Kinostart im August zu schreiben.

 "It's after three, I can drink."

Frances Halladay (Greta Gerwig) ist eine 27-jährige Tänzerin, die mit ihrer besten Freundin Sophie in New York lebt. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als Sophie beschließt, mit einer anderen Freundin in ihre Traumwohnung zu ziehen und dabei Frances zurücklässt, du nun herausfinden muss, was sie mit ihrem Leben eigentlich anfangen will. Klingt erst einmal banal, ist aber wahnsinnig liebevoll umgesetzt. Greta Gerwig (sie war übrigens auch am Drehbuch beteiligt) spielt ihre Figur so überzeugend und mitreißend, dass man nicht anders kann als sie direkt ins Herz zu schließen. Der Zuschauer verfolgt also die komische, aber ebenso dramatische Geschichte, wie Frances versucht, ihren Platz im Leben zu finden. Noah Baumbach, unter dessen Regie auch The Squid and the Whale entstand, hat mit Frances Ha einen Film geschaffen, der die kleinen Dinge des Lebens, positiv wie negativ, ins Licht rückt. Ohne viel Tamtam. Vielleicht kann man sich gerade deshalb so gut in diese Situation hineinversetzen.
Zu viel verraten möchte ich an dieser Stelle nicht, auch wenn der Film mich so begeistert, dass ich am liebsten noch einiges vorweg nehmen würde. Wer also an einem kalten Novembertag ähnlich unmotiviert ist, auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzen, der sollte sich tatsächlich einmal die Zeit nehmen, um es sich mit Frances Ha im Bett gemütlich zu machen.


PS. Die Spotify-Nutzer unter euch finden eine Playlist mit dem Soundtrack des Films hier. Der ist nämlich ebenfalls hervorragend.

Sonntag, 10. November 2013

Instagram Diary: France

Nach meinem Praktikum und einer Geburtstagsfeierei in kleiner Runde machte ich mich auf nach Frankreich, um meine Eltern zu besuchen. Die hatten sich nämlich in ein kleines Ferienhaus am nördlichen Rand der Provence eingemietet, um dort die letzten warmen Sonnenstrahlen des Spätsommers zu genießen. Kurz nach Ende der Hauptsaison lässt es sich dort hervorragend aushalten, auch wenn es bereits zu kühl war, um in den unbeheizten Pool zu springen. Dafür ist es gerade in den eher touristisch geprägten Orten nicht mehr ganz so überfüllt. Sechs Tage habe ich es mir zusammen mit meinen Eltern gut gehen lassen, inkl. frischer Luft und viel Bewegung, was nach langer Zeit im Büro auch wirklich notwendig war.

Unten seht ihr einige Fotos, die ich in der Zeit geknipst und bei Instagram hochgeladen habe. Dank eines neues Tarifmodells und des passenden Einführungsangebots bei der Telekom konnte ich das sogar mal eben zwischendurch machen. Mit Ausnahme des siebten Fotos sind alle Bilder von meinem iPhone. Ausnahmsweise hatte ich auch mal mein altes Spiegelreflex-Schätzchen dabei, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen, die Speicherkarte mal durchzusehen. Alles andere wäre auch wohl äußerst untypisch für mich gewesen.

Meine Eltern hatte ich allerdings zwischenzeitlich an den Rand des Wahnsinns gebracht, als ich die Apotheken jedes noch so kleinen Örtchens nach meiner geliebten Abschminklotion (Bioderma Sensibio H2O) durchforstet habe, bis ich in Orange endlich fündig wurde. Dort ergatterte ich ein Doppelpack (2x500ml) mit einer Reisegröße (100ml) für insgesamt 20 Euro. Ich bin also erst einmal eingedeckt und auch das liebe Melchen hat mit ihrer Flasche sicher viel Freude. (Die Verkäuferin hat mich bei der gekauften Menge und meiner diebischen Freude übrigens angeschaut, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank.)


1. Au revoir l'Allemagne, à bientôt!
2. Der Flieger von Lyon nach Marseille war schon so'n bisschen Old School.
3. Spaziergang durch Les Crottes, Saint-Thomé.
4. Obststand mitten im Nirgendwo.
5. Hier lässt sich's aushalten.
6. Oh, bonjour! (Oder: Süßkram im Supermarkt auschecken.)
7. Sugar Town aka Vaison-la-Romaine.
8. C'est un chien fatigue.
9. Obacht!
10. Bisschen zugig im Théâtre antique d'Orange.
11. Die iPhone-Gesichtserkennung funktioniert auch bei Zyklopen.
12. Faulenzen am letzten Urlaubstag.