Sonntag, 20. Juli 2014

Sometimes It's Now Or Never.

Es gibt diese Tage, an denen man sich trotz eines riesigen Bergs an Aufgaben nicht aufraffen kann, obwohl man schon um Mitternacht von der Party geflohen ist, zu der man eingeladen war. Tage, an denen man nörgelig im Bett liegen bleibt und seine Lieblingsserie in Dauerschleife laufen lässt, während man sich nicht anderes als einen Regenschauer wünscht, der einen vor der drückenden Hitze befreit, die auch vor der Wohnung keinen Halt macht. Das Thermometer sagt 27,4 Grad. An diesen Tagen finde ich mich vor meinem Laptop wieder. Tippend. In den Fingern kribbelt es. Weil manche Dinge vielleicht doch einfach mal raus müssen, um sie ordnen zu können. Schwarz auf weiß – wenn auch nur virtuell.
"Ich habe zu oft ein Komma gesetzt, wo eigentlich ein Punkt nötig gewesen wäre."
"Sometimes there is no next time, no time-outs, no second chances. Sometimes it's now or never."
Eigentlich sollte man ja dankbar sein, wenn sich zweite Chancen auftun. Vor allem dann, wenn man lange darauf gehofft hat. Man sollte einfach mal zugreifen und nicht vor Angst, dass ja doch alles wieder in die Hose gehen könnte, zurückschrecken. Sollte, sollte, sollte. Oft genug macht man es ja dann doch nicht. Eben aus Angst. Oder weil man denkt, man hat endlich einen anderen Weg gefunden. Einen, der irgendwie einfacher erscheint - oder einfach nur spannender. Für den Moment. Wer bitte kann denn vorher schon sagen, dass man sich nur etwas vormacht, dass man sich am Ende eigentlich nur wieder selbst sabotiert?

"Bis jetzt war es halt immer so, dass wir zwar nicht mehr zusammen waren,
aber irgendwie hat es sich zumindest noch ein bisschen so angefühlt."
 
Und genau dann findet man sich eben an einem schwülen Sommerabend wieder, an dem man versucht, nicht unbedingt das, was gerade in einem vorgeht, sondern die Konsequenzen aus den eigenen Entscheidungen in Worte zu fassen. Für Ersteres finde ich im Augenblick nämlich keine. Der Zwiespalt bleibt. Vielleicht ist ein Punkt an dieser Stelle angebracht, vielleicht auch nur ein sehr, sehr langes Komma - in der Hoffnung, dass sich diese zweite Chance wider Erwarten noch einmal ergibt.

Bis dahin grabe ich mir ein Loch bis ans andere Ende der Welt. Oder versuche, dieses elende Gefühl, einmal mehr in einem schlechten Film gelandet zu sein, loszuwerden.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Ein Tag am Meer.

 
The cure for anything is salt water – sweat, tears, or the sea. 

Als Kind habe ich das Gefühl von Sand auf der Haut gehasst, an den Händen finde ich es auch heute noch eher unangenehm. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich zuletzt das Meer gesehen habe. Ich bin mir fast sicher, dass es 2011 war. In Neuseeland noch. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht. Als es mich also vor gar nicht allzu langer Zeit nach für einige Tage nach Hamburg verschlug, ergriffen wir die Gelegenheit, ein paar Sachen ins Auto zu werfen und uns eines Sonntagmorgens in Richtung Nordsee aufzumachen. Sankt Peter-Ording war das gewählte Ziel und wir hätten nicht mehr Glück haben können. 

Ein schier endloser Sandstrand, dafür kaum Menschen. Decke raus, Sonnenbrille auf – und den Wind um die Nase wehen lassen. Zum Wasser bin ich gerannt, auf die Flut wollte ich gar nicht erst warten. Als sich die Sonne bei knappen 20 Grad dann auch endlich mal zeigte, konnte mich selbst der kalte Wind nicht mehr davon abhalten, meine Jeans loszuwerden und tiefer ins Wasser zu laufen. Obenrum in Pulli und Mütze eingepackt, ein bisschen Frostbeule werde ich wohl immer bleiben.

Ich möchte ab sofort bitte häufiger Erdbeeren am Strand essen. Und Sommersprossen züchten. (Dass ich mir natürlich einen ordentlichen Sonnenbrand auf der Nase geholt habe, möchte ich an dieser Stelle allerdings verdrängen.)


Donnerstag, 21. November 2013

Take A Walk On The Wild Side.

Ich bin ein richtiger Glückspilz. Immer werde ich genau dann krank, wenn ich es am wenigsten gebrauchen kann. Wenn sich dreizehn Arbeits-/Uni-/Fortbildungstage mit einem freien Sonntag abwechseln, musste das ja passieren. Die letzten Tage habe ich das Haus nur dann verlassen, wenn es wirklich notwendig war. Böh!
Aber zurück zu anderen Dingen. Momentan miste ich bei meinen Eltern etwas aus. Im Laufe der hat sich dort einiges angesammelt, manches davon trage ich immer noch gern, manches staubt einfach nur ein. Immer dann, wenn mir ein Teil mit Leopardenmuster entgegenfällt, muss ich schmunzeln. Mit 15, 16 Jahren hat sich bei mir da irgendwie eine kleine Schwäche entwickelt, die mich auch Jahre später noch danach schielen lässt. Das ist ja aber auch gar nichts Schlimmes, denn schließlich sind "Animal Prints" ja wieder voll tragbar diesen Herbst. Für die alten Plimsoles von H&M, von denen ich ein Paar bereits totgeliebt habe, ist es aber wohl zu kalt mittlerweile. Der wunderbare Leo-Mantel, den die Gerry auf Mels Junggesellinnenabschlied getragen, aber immer noch nicht auf ihrem Blog präsentiert hat, wäre da wohl die geeignetere Wahl, würde ich mich darin nicht verkleidet fühlen. Aber auch bei Bloggerinnen wie Karina oder Lina sieht man, dass eine gewisse Beliebtheit da nicht von der Hand zu weisen ist. Vielleicht sollte ich mir bei Gelegenheit mal herbsttauglichere Stücke anschaffen. Sofern es demnächst Gold regnet, würde ich tatsächlich mit den Vans Authentic liebäugeln, die im Leo-Look daherkommen. Hmm, mal sehen.

Bis dahin kuschele ich mich einfach in meine Zebra-Kuscheldecke. Gute Nacht!