Samstag, 16. Februar 2013

Bring Me Back A Dog.




Ich hab' noch nie an Bloggerparaden teilgenommen. Wirklich, noch nie. Und Bloggerkollektive interessieren mich eigenlich auch nicht so. Bis es dann um Haustiere ging. CLLCT hat vor ein paar Tagen zur Bloggerparade aufgerufen, Thema: Ich und mein Haustier. Ja, man kann jetzt darüber streiten, dass der Esel sich immer zuerst nennt, aber eigentlich wollte ich diesen Post lieber meinem flauschigen Kuvasz Nemo widmen als Eseln, mit denen er übrigens hervorragend zurechtkommt.

Nemo kam im süßen Alter von vier Monaten zu uns, nachdem wir uns (also meine Familie und ich) einige Zeit nach dem Tod unseres ersten Hundes einig waren, dass ein Leben ohne Hund nur halb so lebenswert ist. Meine Mutter hatte es auf einen verwegenen Rüden bei "Tiere suchen ein Zuhause" abgesehen, der aber leider schon ein Zuhause gefunden hatte. Der zuständige Tierschutzverein versprach aber, sich zu melden, wenn ein passender Hund für uns dabei wäre. Und auf einmal war dann Nemo da, damals schon stattliche 70 Zentimeter groß - Schulterhöhe natürlich. Vier Monate alt, geboren in Ungarn. Er vertrug sich dann nicht mehr mit den vier Hündinnen der Besitzerin, als er älter wurde.

Mittlerweile ist er acht Jahre alt und ich kann mir nicht vorstellen, dass er irgendwann nicht mehr da sein wird. In der Zwischenzeit ist er noch um weitere zehn Zentimeter gewachsen und auch sein Gewicht hat sich bei ordentlichen 65 Kilo eingependelt. Wenn Nemo (von mir übrigens meist liebevoll "Hasi", "Maus" oder "Bärchi" genannt) mit mir spazieren gehen wollen würde, könnte er das also locker tun. Die Blicke meiner Mitmenschen zieht er auf jeden Fall auf sich und jeder Besucher macht ziemlich große Augen beim ersten Aufeinandertreffen. Da baut er sich nämlich erst einmal an der Treppe vor einem auf und bellt. Ihr könnt euch vorstellen, dass das bei einem derartigen Resonanzkörper Wirkung zeigt... :D Wer sich davon nicht einschüchtern lässt, merkt aber schnell, dass Nemo gutgesinnten Menschen tatsächlich nichts Böses will.

Über die Jahre hat "der Hund" sich natürlich einige Macken zugelegt, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
  1. Wenn man ihn krault, fängt er an zu brummen. Laut. Während ich in Neuseeland war, hat er damit angefangen. Für mich ist es das Äquivalent zu einer schnurrenden Katze.
  2. Nemo war schon immer sehr menschenbezogen, er könnte sich tatsächlich den lieben langen Tag kraulen lassen.
  3. Mit Nemo spielen heißt: schubsen. Man schubst den Hund, er schubst zurück. Allerdings hat er mich auch schon diverse Male dabei umgeschubst.
  4. Er liebt Schnee. Er liebt Schnee so sehr, dass er aufhört, sein Wasser zu trinken und sich lieber jammernd vor die Balkontür setzt, um Schnee zu fressen, wenn er Durst hat.
  5. Nemo hat bis heute noch nicht gemerkt, dass er zu groß geworden ist um durch meine Beine zu laufen.
  6. Mittags legt er sich vor die Tür zu meiner Oma und wartet, dass ihn jemand reinlässt. Er geht dann erst wieder, wenn er eine Kleinigkeit abgestaubt hat.
  7. Er ist ein Dickkopf, aber sowas von. An guten Tagen hört er aufs Wort, er kann auch diverse Tricks. Wenn er aber seine fünf Minuten hat, reißt er lieber die Wurzel einer Maispflanze aus dem Acker und spielt damit. Rufen stachelt ihn dann nur noch mehr an. Mittlerweile laufe ich einfach langsam weiter, der Hund ist bisher immer wieder zu mir zurückgelaufen.
  8. Silvester und starke Gewitter verbringt Nemo vorzugsweise in meinem Bett.
  9. Wenn meine Zimmertür nur einen Spalt offen steht, geht er nicht von sich aus rein. Ich muss ihm die Tür erst einmal richtig öffnen und ihn hineinbitten. Am besten mit passender Handbewegung.
Nemo ist ein wichtiger Teil meines Lebens, gerade wenn es mal wieder stressig wird. Wanderschuhe an, Hund an die Leine und los geht es. Nichts ist entspannender. Dementsprechend ist es wahrscheinlich auch nicht besonders verwunderlich, dass ich dem Hund meist einen guten Morgen wünsche. Er ist nämlich ein Morgenmuffel wie ich und meist der einzige, der gerade halbwegs wach und körperlich anwesend ist, wenn ich für die Uni oder Arbeit aufstehen muss.

Kommentare:

  1. aaaaah dein schafshund hat mir so angst gemacht, weißt du das noch?? :D der ist aber schließlich auch doppelt so groß wie ich ..

    AntwortenLöschen
  2. könnte ich glatt so von dir abschreiben :) meiner ist fast genauso und bedeutet mir einfach alles .

    liebe grüße

    AntwortenLöschen
  3. wie er mir letztes mal fast die hand abbiss und dann bemerkt hat, dass ich es nur bin :D
    neeeemo <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. du übertreibst! :D

      wenn du freitag bei mir schläfst (sturmfrei!), kannst du samstagvormittag gern beim spaziergang dabei sein. haha.

      Löschen
  4. Wie süß =) Ich könnte mir gar nicht vorstellen, so einen riesigen Hund zu haben (obwohl ich gerne einen hätte) ^^ Bin manchmal echt froh, dass ich meine Hündin festhalten und hochheben kann. Aber das mit dem umschubsten kriegt selbst sie schonmal hin :D

    Liebe Grüße,
    Eleonora

    AntwortenLöschen
  5. Ein Leben ohne Hund ist wirklich nicht mal halb so schön.

    Der Post macht dich noch sympathischer!

    kleiderkraenzchen.

    AntwortenLöschen

Wenn es um Fragen geht, nutzt bitte ask.fm/doyouliketohurt.